Home » Marck » Recent Articles:

Interview with Swiss Artist Marck on His Video Sculptures

February 24, 2010 Global Art, Interviews, Marck No Comments
Interview with Swiss Artist Marck on His Video Sculptures

Internationally recognized Swiss artist Marck took time from his busy schedule to answer some questions.  He answered first in German, then in English (I edited some of the English).

Marck at work in his studio

Q: What is it about video art that attracts you to it?

A: Da mich das Medium Film und somit die Möglichkeit der nichtstatischen Erzählung und die Formgebung bei Objekten und Skulpturen, ja Design überhaupt schon immer faszinierten, war es für mich nur logisch diese zwei Gebiete zusammen zuführen. Mit dem Video ist es mir möglich der Skulptur ihre Statik zu entziehen. Umgekehrt kann ich mit der Skulptur dem Video reale Grenzen setzen.

Film offers the possibility of non-static narrative while the shape of objects and sculptures offers a design that has always fascinated me.  It was only logical for me to combine these two mediums. With video, it is possible to take away the static from sculpture. Conversely, I can set real limits with the sculpture to the video .

Marck's "sichel", 2009

Q: Do you see video art as a growing medium in the art world?

A: Nein, ich denke in der kunst bleibt es ein Nischenprodukt,im kommerziellen bereich hingegen werden wir uns in der zukunft nicht mehr retten können davor, überall werden interaktive Bildschirme herumhängen und uns mit inhaltsloser Information berieseln, um uns irgendwelche Produkte oder Meinungen anzudrehen.

No, I think in art, it remains a niche product. On the other hand, the commercial sector will probably see an increase in the use of hanging interactive screens which sprinkle us with meaningless information or to sell us products or opinions.

Q: Do you see it as growing potentially tiresome to the viewer?  For example, how many times can we see what in the end becomes a predictable and repetitive action?  Also, is there a point to the repetitive action?  Is it a commentary on all our actions which, in a way, are predictable and repetitive?

A: Der Inhalt muss zwingend einen Spielraum für die eigene Interpretation haben.Das Video darf keine Geschichte erzählen, sondern muss beim Betrachter ein Gefühl auslösen, sonst wird es wirklich langweilig. Einen Spielfilm schaut mann ja auch nicht 100 mal hintereinander an. Ein Bild aber schon. Weil es die eigene Geschichte erzählt und auch immer wieder eine andere, je nach dem emotionellen Befinden und der Situation des Betrachters.

It is necessary that the content provide room for individual interpretation. The video should not tell a story but trigger an emotion by the viewers.  Otherwise it will be really boring. It is not like looking at a movie 100 times in a row. It tells its own story.  Moreover, the story it narrates continually changes depending on the viewer’s emotional condition and situation.

Q: There is an aprox. fifteen year life span to the video after which the screen will need to be partially repaired.  Whether it gets repaired or not is, ultimately, up to the purchaser.  This raises an interesting “power-exchange” between the artist (creator) and the collector (who also becomes a creator by being given the choice of continuing its life).  What are your views on this?

A: Nichts ist, das ewig sei – alles ist eine Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit. Gerade die Kunst ist nicht ausgenommen, sogar wenn sie viel kostet. Die elektronische Kunst ganz im Speziellem; sie ist tatsächlich schneller vergänglich als andere Kunst, darum aber sogar wertvoller, weil der Besitzer irgendwann mal, wenn ein technisches Problem auftritt mitentscheiden muss was jetzt getan werden kann, um das kunstwerk zu erhalten. Wenn es z.B. keine Orginalteile mehr gibt und es muss ein moderneres technisches Teil eingebaut werden. Ist es dann noch ein Orginal vom Künstler?
Ich denke diese und andere Entscheidungen müssen dann vom Besitzer gefällt werden und spätestens zu dieser zeit ist wieder eine Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk und auch mit der eigenen Vergänglichkeit nötig.

Nothing is to be eternally- Everything is a confrontation with the transience.  Art, especially electronic art, is no exception, even if it costs a lot. The fact that electronic art is more transient than other art is what gives it value. If a technical problem occurs, the owner needs to decide what to do with the videoartwork .  When it is not possible to fix the work with original spare, is it still considered an original work from the artist ? I think this poses some very interesting questions about the artwork and the question of transience.

Marck's "frauenkiste", 2008

Q: We are traditionally accustomed to thinking that art will last forever (or at least outlast us) and yet the idea of a fifteen year lifespan raises the question of the “impermanence” of a work of art.  Is this an inevitable sign or our insecure times?

A: Die 15 jahre Lebensdauer ist eine Schätzung. Es kann durchaus länger dauern bis ein defekt zutage tritt. Nur, ich finde tatsächlich diese “vergänglichkeit” passt in unsere Zeit, früher haben die menschen Bücher geschrieben von hand die noch heute lesbar sind, Häuser gebaut die noch immer stehen,Kunstwerke gemalen die jahrhunderte später  immer noch  zum bestaunen sind, dazumal wurde für die “unsterblichkeit” produziert, heute ist alles vergänglicher geworden, ein Haus wird keine 40 jahre alt und es wird abgebrochen weil es etwas neues weichen muss, Bücher werden digitalisiert oder nur digital herausgegeben um dann bei einem technischen defekt auf nimmerwiedersehen ins digitale nirvana zu entschwinden.und alle privaten digitalen bilder archive  werden von ihren enkeln sehr warscheindlich nie angeschaut werden können, weil es keine technisch funktionierende player mehr gibt. Also passt diese vergänglichkeit gut in unsere schnellebige zeit wo immer kurzfristiger, und weniger nachhaltig gehandelt wird. positiv gesehen sind elektronische Kunstwerke viel sensibler,das gefällt mir. Jeder Tag, an dem die Vidoeskulptur den inhalt wiedergeben kann, ist eine freude zu leben. (Es lebt noch…) Im Gegensatz zu nicht elektronischer Kunst, die doch wie verteinert für die nächsten jahrzehnten einfach da steht oder hängt und keine “Es funktioniert noch”Emotionen auslöst. Es ist wie das eigene Leben, immer wieder eine Freude, dass man den Tag überlebt hat.

The 15 years lifetime for an object is an estimate. It may well take longer until a broken light occurs.  If anything, I actually think this “impermanence” fits our way of life and our time. Sometime ago humans wrote books from hand and you can still read them today. They built houses which continue to exist, they painted pictures – some which date hundreds of years back – and you can still view them today in a museum. At that time people produced for “immortality”. Today everything is getting transient. A new house might or might not last for 40 years and it doesn’t matter because something new will replace it. Books are digitized or only published digitally, but what happens when a technical problem occurs and they disappear in the digital nirwana. Our grandchildren will probably never see our digital pictures because they will not have the right player. Sustainability is not our Zeitgeist.

On the positive side, electronic art is much more sensitive, I like that. Each day on which the Vidoeskulptur reflect the content can be a joy to live.(It’s still alive…!) In contrast to non-electronic art,
which stands or hangs petrified for the next few decades and no “It still works,” emotions are triggerd.  It’s like your own life, always a pleasure that you have survived the day.

Q: You mention that your video art is not about women’s issues, but more a commentary on society.  What kind of commentary?

A: Grenzen sind allgegenwärtig, doch innerhalb dieser manchmal sehr engen, manchmal weiten Grenzen kann/darf sich das Individuum „frei“ bewegen. Einschränkungen sind aber auch oftmals selbst gemacht. Durch Selbsteinschränkungen sperrt man oftmals auch die Anderen ein. Aus Angst etwas nicht zu tun, erwartet oder fordert man vom Gegenüber dies oder jenes auch nicht zu tun. Es besteht die Gefahr, auch das Gegenüber einzusperren, zu beschränken und kontrollieren zu wollen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Religion.

Borders are everywhere, but within these sometimes very narrow, sometimes wide limits the individual himself is allowed to “move freely”  Restrictions are also often made by ourselves. Through self-restraint someone often imprisons the others. We become afraid to break out of our restrictions and we come to expect restrictions. There is a danger when we want to oppose restriction, confinement, and control.  A good example is religion.

Marck's "Tuerkisches bad", 2008

Q: Why not use men to make a commentary?  Or children?  How would the commentary change by changing the gender or age of the subject?

A: Die Männer reagieren anders als die Frauen auf meine Videoskulpturen. Die Männer sehen die Enge der Frau im Video weniger. Sie sind es ja, die mehrheitlich die Frauen im realen Leben in diese Rolle drängen. Männer haben sogar die Tendenz die Viedeoskulpturen erotisch zu interpretieren. Frauen hingegen sehen in den Skulpturen ihre Rolle in der Gesellschaft wiederspiegelt. Als Mann kann ich besser das andere Geschlecht beobachten und sehen wie es sich in der Gesellschaft bewegt.

Ich finde das Männerthema sollte von einer Frau angegangen werden. Da man in der eigenen Rolle gefangen ist, wird eine künstlerische, objektive Umsetzung schwierig oder plakativ. Leider sind viele Künstlerinnen mit Frauenthemen oder Kinderthemen beschäftigt. EIne intensive künstlerische Auseinandersetzung mit dem Mann sind selten.

Meine Themen sind eindeutig Erwachsenen bezogen. Sie handeln von Gefühlen von Menschen, welche schon von den Zwängen der Gesellschaft geprägt worden sind. Es werden Situationen dargestellt, aus denen Erwachsene auszubrechen wünschen. Diese Themen mit Kindern umzusetzen wäre sonderbar und würden falsch interpretiert werden. Videokunst mit Kindern müsste von Ängsten und Gefühlen aus Kindersicht handeln. Ich würde mich klarer ausdrucken wollen. Interpretationen fände ich sehr gefährlich. Es wäre eigentlich genau das Gegenteil von meiner momentanen Kunst, in der ich dem Betrachter gerne grossen Interpretationsraum lasse. Kinder in der Kunst find ich sehr schwierig. Meiner Meinung nach hat man eine Verantwortung bezüglich der Interpretation.

The men respond differently than the women on my video sculptures.The men see less the narrowness of the woman in the video. They are the ones who push the majority of women in real life in this role.
The men have a tendency to interpret my Viedeosculptures erotically. On the other hand, women see in the sculpture their role as it is reflected in society. As a man, I can better observe the opposite sex and see how it moves in society. I think the “Man Theme” should be addressed by a woman. Since we are caught in one’s own role as an artist, objective implementation is difficult without becoming trivial. Unfortunately, many female artists are engaged with women’s issues or children’s issues.  An intensive artistic confrontation with “Man Themes” are rare.

My works clearly relate to adults. They deal with human emotions which were shaped by the constraints of society. My art deals with showing situations from which adults want to break out of. These issues implemented with children would be strange and they would be misinterpreted. Video art with children would have to deal with fears and feelings from a child’s perspective.  I do not have this perspective which could result in a misled interpretation which could prove dangerous. It would be exactly the opposite of my current art,in which normally, I allow viewers to reach their own interpretation.  Children in art I find very difficult. I believe that one has a responsibility regarding the interpretation.

Marck's "Maria", 2009

Q: Video art presents to the viewer a short clip, almost like a trailer to a movie.  Is there a story beyond what we see?

A: Ja das stimmt. Meine Videosculpturen sind wie ein Clip für den persönlichen Film im Kopf. Die Geschichte wird in den Köpfen der Betrachter individuell vollendet.

Yes that’s true. My Videosculpturen as a clip for personal movie in the head. The story is individually finished in the minds of the viewers.

Q: What’s next for Marck?

A: In den letzten Monaten bin ich viel herumgreist. Es gab diverse Ausstellungen im Ausland. Ich habe viele Ideen und Eindrücke gesammelt Nun versuche ich diese technisch und gestallterisch umzusetzen. Darauf freue ich mich sehr. Auch werde ich versuchen mein Englisch zu verbessern…:;-)

In recent months I have traveled a lot. There were several exhibitions abroad. I have collected many ideas and impressions. Now I’m trying to implement this technically and artistically. Thereon I am pleased. I will also try to improve my English….;

Share

News!

We've updated our Artists page and added an Interviews Category.

Our subscriber tool is up and running again please re-subscribe to get our newest posts as soon as they are available.

READ Previous Articles

February 2017
M T W T F S S
« Jun    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728  

Comments

  • Quick Facts: You you could make changes to the webpage subject title Chec...
  • chinese art: thanks for the sharing nice post...
  • roggersmith: Banksy art ...
  • jmavridis: Hi Marilyn, It's under the header "Global Art". Thanks for ...
  • Marilyn Campbell: I am interested in Haitian Art. Could you please direct me ...

Some of what we are reading

  • No bookmarks avaliable.